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Im Verlauf der letzten zehn Jahre hat das stetig wachsende Interesse der psychoanalytischen Gemeinschaft an Bions Arbeiten weltweit ein neues Niveau erreicht. Es gibt heute eine Vielzahl von Konferenzen, Arbeitsgruppen, Vorträgen und Büchern, die sich mit Bions Werk befassen. Allein in diesem Jahr erscheinen bei Routledge in der Reihe The New Library of Psychoanalysis zwei neue Bücher zu diesem Thema. Zu dieser Entwicklung haben einige bekannte Autoren wie Elizabeth Tabak de Bianchedi, Michael Eigen, Antonino Ferro, James Grotstein, Thomas Ogden sowie Joan und Neville Symington beigetragen, die sich alle intensiv mit Bions herausragendem Beitrag zur Psychoanalyse auseinandergesetzt haben. Diese Autoren - und andere, die in ihrer Arbeit einen ähnlichen Ansatz verfolgen - haben sich mit der Frage beschäftigt, welch großen Stellenwert Bions »Spätwerk« ab 1966 für die Psychoanalyse hat, und sie verweisen darauf, dass insbesondere in seinen späteren Jahren das Werk dieses ursprünglich kleinianischen Autors viel zur Weiterentwicklung anderer theoretischer und klinischer Ansätze (interpersonaler, intersubjektiver, bipersonaler, relationaler und solcher, die sich auf Winnicott beziehen) beigetragen und eine neue, originäre Denkweise angeregt hat. Einige Autoren heben besonders hervor, dass sich der späte Bion weit von seinen kleinianischen Wurzeln entfernt hat. Andere behalten zwar ihren kleinianischen Rahmen bei, sehen aber in Bions späten Schriften wichtige und sogar radikal innovative Beiträge innerhalb dieses Rahmens. Einige