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Die meisten Kollegen werden die Einschätzung teilen, dass Bions Theorie des Denkens zu einem integralen Teil des gemeinsamen Bestandes an psychoanalytischer Theorie geworden ist. Sie gehört zu denjenigen Theorien, die dazu beitragen, dass sich in der Psychoanalyse der Fokus vom Inhalt der Manifestationen des Unbewussten weg und hin zu dessen psychischer Verarbeitung verlagert. Sie eröffnete neue Behandlungsperspektiven, insbesondere für die Behandlung schwerer Pathologien. Dennoch hat Bions Spätwerk mit seinem Schwerpunkt auf »O« und der Empfehlung einer klinischen Haltung von »no memory, no desire, no coherence, no understanding«2 sehr verschiedenartige Reaktionen ausgelöst, die von einer Verurteilung als Unsinn bis hin zu abgöttischer Bewunderung reichen. Im Folgenden werde ich meinen Standpunkt darlegen, dass Bions Spätwerk einen wichtigen Beitrag zur analytischen Theorie und Praxis darstellt und dass es möglich ist, die beiden Modelle, die im »frühen« und im »späten« Werk Bions entworfen werden, zu kombinieren, um ein zweigleisiges Modell psychischer Veränderung zu entwickeln.
Es gibt eine Tendenz, die tiefgreifende Veränderung in Bions Denken mit seinem Umzug von London nach Kalifornien in Verbindung zu bringen,