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Die Notwendigkeit, die Effektivität psychoanalytischer Behandlungen nachzuweisen, hat die Bemühungen verstärkt, strukturelle Veränderung als deren basales Behandlungsziel zu operationalisieren. Vielversprechende Messinstrumente struktureller Veränderung wie die Messung der Reflexiven Funktion im AAI3, die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik oder die Skalen Psychologischer Fähigkeiten erfordern jedoch zeitaufwändige Trainings in Durchführung und Auswertung. In der vorliegenden Arbeit soll die theoretische Konzeptualisierung und die Messung der »Levels of Emotional Awareness« (LEA) vorgestellt werden. Die LEA als eine Theorie der kognitiv-affektiven Entwicklung, die an Piagets Theorie der sensorisch-kognitiven Entwicklung orientiert ist, skizziert die Entwicklungsschritte von impliziter/unbewusster zu expliziter/bewusster Affektverarbeitung; der individuelle kognitiv-emotionale Entwicklungsstand kann mit einem leicht auszuwertenden, vom Probanden selbst zu bearbeitenden Test, der »Levels of Emotional Awareness Scale«, erfasst werden. Wie an zwei Fallbeispielen gezeigt wird, operationalisiert das LEA-Modell strukturelle Veränderung als Wechsel von impliziter zu expliziter Affektverarbeitung, die mit der LEAS einfach zu erfassen ist - damit leisten Theorie und Test einen Beitrag zur aktuellen psychoanalytischen Debatte über die Art und Weise und die Mechanismen struktureller Veränderung.