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Der Titel des ersten Beitrags mag zugleich als eine Art Motto des vorliegenden Bandes fungieren. Es wäre schön, wenn der Leser sich Zeit nehmen könnte für eine intensive Lektüre der hier versammelten Übersetzungen aus dem International Journal und so den vielerlei Bezügen zwischen Weiblichkeit und Schöpferischem, die sich durch den Band ziehen, auf die Spur kommt. Möglicherweise wird er dabei entdecken, dass noch ein Drittes immer wieder, manchmal unerwartet, auftaucht und in seinen verschiedensten Facetten beleuchtet wird: die Adoleszenz.
Mit ihren Überlegungen zum Tempo der Psychoanalyse knüpft Dana Birksted-Breen an ihren Aufsatz zur »Widerhall-Zeit« an, der 2010 in Band 6 der Internationalen Psychoanalyse auf deutsch erschienen war. Dort hatte sie den psychischen Prozess beschrieben, in dem sich ein inneres »Damals« und »Jetzt«, ein »Dort« und »Hier« entwickelt, und Pathologien untersucht, die entstehen können, wenn dieser Entwicklungsprozess ausbleibt oder beschädigt wird, und in der Folge Patienten von Abwehrmechanismen beherrscht sind, die gleichsam die Zeit anzuhalten versuchen (Fixierungen, Regressionen, narzisstische Rückzüge etc.). Sie hob damals hervor, dass die Essenz psychoanalytischen Arbeitens darin liege, »immer das Hier und Damals« zu umfassen (IPsA , S. 58).
In der nun vorliegenden Arbeit untersucht Birksted-Breen den Umgang mit Zeit weniger aus der Perspektive des Patienten als vielmehr aufseiten des Analytikers. Ausgangspunkt ist die mit David Tuckett geteilte These, dass die jeweilige Theorie eines Analytikers das »unverzichtbare »Dritte«« (S. 25) in der analytischen Situation sei. Allerdings besteht für Birksted-Breen das Kernelement dieser Theorie in der Handhabung der Zeitlichkeit, womit sie die individuelle Konzeptualisierung jener Grundhaltung meint, die Freud mit der »gleichschwebenden Aufmerksamkeit« und Bion mit der »Rêverie« des Analytikers zu fassen suchten. Gerade in Hinblick auf psychoanalytische Behandlungen, wie