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Hinter der vorliegenden Arbeit steht die Sorge, dass die Psychoanalyse, wie sie heute praktiziert wird, ihre Spezifität und dadurch ihre Orientierung zu verlieren droht. Der Autor hält dies aus drei Gründen für möglich: aufgrund des Problems, dass Analytiker2 auf die starken emotionalen Anforderungen reagieren müssen, die die große Mehrheit der Patienten notwendigerweise an sie stellt, aufgrund der unbeabsichtigten Konsequenzen des offensichtlichen Erfolges der »Hier-und-Jetzt«-Technik und aufgrund des Fehlens guter klinischer Theorie. Die Arbeit beschäftigt sich hauptsächlich mit den Ideen des Autors zu Grundelementen der klinischen Theorie, die alle Psychoanalytiker in ihrer Arbeit anwenden müssen. Auf die Gefahr hin, oberflächlich zu wirken, werden ein paar relativ einfache damit verbundene und als hilfreich erachtete Heuristiken eingebracht. In Anlehnung an Kurt Lewins Maxime, dass »nichts so praktisch ist wie eine gute Theorie«, behauptet der Autor, dass kontinuierliches Reflektieren darüber, wie man die Theorie in der Praxis anwendet, in höchstem Maße praktisch ist, wenn die Theorie hinreichend gut ist. Solange sie einem Arbeitsauftrag nah genug an der klinischen Erfahrung verpflichtet bleibt, ist Theorie tatsächlich ein notwendiges »Drittes« in der psychoanalytischen Praxis, mit dessen Hilfe wir unseren Realitätssinn überprüfen können. Aber auch auf sie als ein »Drittes« kann sich selbstverständlich, wie auf die Realität selbst, Liebe und Hass richten, mit den gleichen problematischen Konsequenzen. Die Arbeit geht vom klinischen Beispiel einer schwierigen, aber anscheinend erfolgreichen Analyse aus, die gerade ihr Ende erreicht. Sie wird im Folgenden immer wieder herangezogen, um die beschriebenen theoretischen Ideen zu veranschaulichen und auszuarbeiten.