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André Green: Illusions et désillusions du travail psychanalytique
Paris (Odile Jacob) 2010, 288 Seiten
Engl.: André Green: Illusions and Disillusions of Psychoanalytic Work
Aus dem Französischen von Andrew Weller
London (Karnac Books) 2011, 256 Seiten
André Greens jüngste Veröffentlichung kennzeichnet der Mut, nicht nur die Schwierigkeiten, sondern auch die Desillusionierungen der psychoanalytischen Arbeit in den Blick zu nehmen. Das auf über fünfzigjähriger psychoanalytischer Praxis beruhende Buch bündelt Greens Erfahrungen mit enttäuschenden Entwicklungen und verknüpft seine Überlegungen zu den erlebten Schwierigkeiten mit klinischen Beobachtungen, die teils seiner eigenen Praxis entstammen, teils von Kollegen mitgeteilt wurden. Die im Profil der betrachteten Fälle vielgestaltige und zugleich in ihrer kohärenten Gedankenführung einheitliche Textsammlung zeugt von der Kraft wie von den Grenzen der heutigen psychoanalytischen Therapeutik, aber auch von der Tiefe des seelischen Leids und der Widerstände, die sich von innen heraus den positiven Ergebnissen der psychoanalytischen Arbeit entgegenstellen. Damit greift André Green die Fragen wieder auf, die Freud in seinen späten Werken angesprochen hat (Freud 1937c, 1937d, 1940a [1938]), als er feststellte, dass im Zuge negativer therapeutischer Reaktionen und unabschließbarer Analysen eine verneinende Regression eintreten kann, bei der die Psyche auf die Erhaltung des Unbehagens ausgerichtet ist und sich daran klammert, statt es zu bekämpfen (S. 81).
Das erste Kapitel des Buchs befasst sich mit dem Fall Marilyn Monroe, wobei es sich