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Mit einem exhibitionistischen Akt, der Demeter aus ihrer Depression herauszuholen vermag, spielt die antike Gestalt der Baubo im griechischen Mythos von Demeter und Persephone eine entscheidende Rolle. Die Episode mit Baubo wirft Fragen über die Bedeutung des weiblichen Exhibitionismus auf, die auf Divergenzen zu früheren psychoanalytischen Auffassungen hinweisen, nach denen es sich dabei entweder um eine Perversion oder um eine Kompensation des Penismangels handelt. In Übereinstimmung mit zeitgenössischem Denken über primäre Weiblichkeit, etwa bei Balsam oder Elise, schlagen die Autorinnen ein umfassenderes Verständnis des weiblichen Exhibitionismus vor, das die Lust am weiblichen Körper und seinen sexuellen und reproduzierenden Funktionen einschließt. Sie vertreten die Auffassung, dass weiblicher Exhibitionismus trianguläre oder »ödipale« Szenarien sowie das Bedürfnis, auf den Mann anziehend zu wirken, widerspiegeln kann, aber ebenso sehr die Identifizierung mit der Mutter, die Konkurrenz oder die Solidarität mit anderen Frauen, ein Gefühl der Macht, die dem weiblichen Körper und seinen Fähigkeiten innewohnt, und schließlich auch homoerotische Impulse. Die Autorinnen stellen klinisches Material aus Behandlungen des weiblichen Exhibitionismus bei Jugendlichen und Erwachsenen vor, die diese an Baubo erinnernden Aspekte veranschaulichen, und diskutieren die technischen Fragen, die solche Fälle mit sich bringen.