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In der Interpretation der gefeierten amerikanischen Fotografin Francesca Woodman bildet der Mythos von Apollo und Daphne einen allegorischen Ort für Übergänge und Spannungen in Adoleszenz und jungem Erwachsenensein. Woodmans Beschäftigung mit dem Mythos und verwandten Themen ist auch Ausdruck der thematischen Auseinandersetzung mit regressiven Sehnsüchten. In einer unmittelbaren Erweiterung von Ovids Transformation der Mythen von Metamorphose in ein poetisches Werk befasst sich ihre Arbeit in vertiefter Weise mit deren Antriebskraft: der Veränderung, dem Verlust und dem Leben an sich einen Sinn zu verleihen. Durch die wiederbelebende, klärende und transformative Linse der Kunst ist der klassische Mythos im Verlauf der Jahrtausende mit persönlicher Bedeutung erfüllt und bereichert worden.