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Der vorliegende Band 9 der Internationalen Psychoanalyse erscheint parallel zu weiteren Annuals in französischer, italienischer, türkischer, russischer, spanischer, portugiesischer und griechischer Sprache. Die jeweiligen Herausgeberbeiräte wählen aus den Publikationen des International Journal of Psychoanalysis des vergangenen Jahres diejenigen aus, die ihnen für die Leser ihrer Sprache am bedeutsamsten erscheinen. Sie übersetzen sie aus dem - meist englischen - Original in ihre jeweiligen Sprachen, im vorliegenden Fall in die Muttersprache der Psychoanalyse. Den Lesern dieser Sprache wird dabei schmerzlich bewusst, dass die deutschsprachige Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, die von 1913 bis 1937 und von 1939 bis 1941 im Londoner Exil gemeinsam mit der Zeitschrift Imago erschienen ist, ein Opfer des Faschismus wurde und vom 1920 gegründeten englischsprachigen International Journal of Psychoanalysis als führende Fachzeitschrift abgelöst wurde.
Die Mitglieder des deutschen Herausgeberbeirats haben unter der Federführung von Angela Mauss-Hanke bei ihrer diesjährigen Auswahl neben wichtigen Arbeiten zur psychoanalytischen Theorie und Praxis solche ausgewählt, die sich mit »Modernen Pathologien« beschäftigen. Fünf Arbeiten erinnern an Vergänglichkeit wie an Beständigkeit, sie sind dem ihr Leben überdauernden Werk verstorbener Autoren gewidmet. Bernard Chervet stellt die Arbeiten André Greens als die des »Baumeisters der Zukunft« vor, Dominique Scarfone führt in das Werk von Jean Laplanche ein. Vincenzo Bonaminio macht mit einem vielleicht weniger bekannten, aber sehr modern anmutenden Aspekt im Werk Donald Winnicotts bekannt. Die kürzlich verstorbene Betty Joseph hat noch selbst über ihr Verständnis des Hier und Jetzt geschrieben, das Wirken Joyce McDougalls wird mit einem Nachruf gewürdigt.
Die zum Schwerpunkt ausgewählten Arbeiten verdeutlichen, dass moderne Pathologie in der Tradition des psychoanalytischen Krankheitsverständnisses stets auch als eine kreat