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Anhand Heinrich von Kleists Penthesilea und eines klinischen Falles wird in dieser Arbeit dargelegt, wie ein regressives Verharren in einer antiödipalen Verfasstheit sowohl ödipale Strebungen und damit genital-sexuelles Begehren und intellektuell-kreative Neugier erstickt, als auch Präödipalität, also die innere Beschäftigung mit dem Verlust von AllEinheit und ZweiEinheit, beschädigt, wenn nicht gar zerstört. Diese spezifische Form einer Abwehrorganisation wird aufgesucht, wenn seelische Entwicklung, hier im Sinne ödipal-genitaler Reifung, mit dem Wiederberühren einer inneren Terra cremata, einem emotionalen Bereich, einhergehen muss, der aufgrund einst nicht integrierter traumatischer Erfahrungen ausgelöscht werden sollte. Im Folgenden wird untersucht, welchen Verlauf diese katastrophische Veränderungsangst bei Kleists Version des Amazonenmythos und bei Frau M. nahm. In beiden Fällen kam es zu einer regressiven Fixierung in der antiödipalen Verfasstheit. Die Entwicklung aus dieser Abwehrorganisation heraus verlief allerdings vollkommen unterschiedlich.