You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
In diesem Aufsatz beschreibt die Autorin ihre persönliche analytische Arbeitsweise. Ihr Schwerpunkt liegt dabei auf der Arbeit im Hier und Jetzt. Das bedeutet beispielsweise, bei Deutungen davon auszugehen, was der Patient in der Stunde sagt oder tut, und dabei seine Lebensgeschichte innerlich präsent zu haben, ohne jedoch die Deutung davon bestimmen zu lassen. Die Analyse versucht zu verstehen, warum etwas gerade jetzt und gerade auf diese Weise gesagt wird und wie es sich auf die analytische Beziehung auswirken könnte oder vielleicht auswirken sollte. Der Ausdruck »Hier« bezeichnet dabei alles, was sich im Behandlungsraum zwischen Patient und Analytiker abspielt, ohne die konkrete Realität des Patienten in der Außenwelt und seinem Alltag außer Acht zu lassen. Der Begriff »Jetzt« beschreibt ein Wissen um die Zeit, das nicht nur die Vergangenheit und die Zukunft im Blick hat, sondern auch die momentane Situation des Patienten in der Analyse, die sich permanent verändert.
Die Autorin meint, dass sich der Patient durch die hauptsächlich in der Gegenwart stattfindende Arbeit besser verankert fühlt und dass sowohl der Patient wie auch der Analytiker genau beobachten können, was geschieht, beispielsweise wie Angst zu- oder abnimmt oder wie Abwehrbewegungen ausgelöst oder verringert werden. Beide spüren Bewegungen und Veränderungen und verlassen sich nicht auf theoretische Erklärungen.