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Dieser Artikel beschäftigt sich mit den Auswirkungen der aktuellen wirtschaftlichen Krise auf das psychische Funktionieren von Patient und Analytiker2, ihre Beziehung und ihre Zusammenarbeit. Dieses Eindringen der »äußeren Realität« ist multidimensional und hat deshalb zahlreiche Bedeutungen. Die entscheidende Rolle des wirtschaftlichen Faktors bringt unterschiedliche Dimensionen des Geldes ins Spiel, wie Selbsterhaltung, Macht und Aspekte der psychosexuellen Entwicklung. Darüber hinaus geht die Krise mit einem symbolischen Verlust grundlegender Ideale wie Ehrlichkeit und sozialer Verantwortung einher. Die Patienten und Analytiker sind in ihrer jeweiligen Rolle und entsprechend ihrem individuellen intrapsychischen Funktionieren auf ähnliche sowie auf unterschiedliche Weise davon betroffen. Darüber hinaus verursachen die besonderen Merkmale der Krise häufig auch eine Krise in der Analyse. Um eine Deformierung der analytischen Beziehung zu vermeiden, muss die analytische Dyade die verschiedenen Bedeutungen der Krise und die Bedeutung ihrer Auswirkungen auf die analytische Beziehung für beide, Patienten und Analytiker, untersuchen und durcharbeiten. Dieses komplexe Zusammenspiel von Übertragung und Gegenübertragung konfrontiert den Analytiker mit spezifischen Herausforderungen. Im Anschluss an die Diskussion dieser Themen wird anhand klinischen Materials gezeigt, wie diese Themen in der heutigen analytischen Praxis auftauchen.
Die komplexe Wechselbeziehung von äußerer und innerer Realität, die seit der Gründung der Psychoanalyse Interesse weckt und Quelle von Meinungsverschiedenheiten ist, rückte mehr in den Vordergrund, seit die aktuelle globale sozio-ökonomische Krise die psychoanalytische Praxis beeinflusst. Über diese Auswirkungen wird in der neueren