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Am 4. April 2013 verstarb Betty Joseph im Alter von 96 Jahren. Sie war Mitglied der Britischen Gesellschaft, Trägerin des Sigourney-Preises und eine international hoch anerkannte Lehrerin und Supervisorin, der wir ganz herausragende Beiträge zur klinischen Psychoanalyse verdanken.
Die wichtigsten Arbeiten von Joseph wurden unter Mitwirkung von Michael Feldman und Elisabeth Spillius in dem Buch Psychic Equilibrium and Psychic Change (Joseph, 1989, dt.: Psychisches Gleichgewicht und psychische Veränderung, 1994) in der New Library of Psychoanalysis veröffentlicht. Im Zentrum ihres Denkens und ihrer Lehre wie auch ihrer klinischen Praxis stand die Arbeit zu Übertragung und Gegenübertragung, die sie stets sehr genau anhand von Details der psychoanalytischen Sitzung und der jeweiligen Anteile von Analytiker und Patient untersuchte. Um ihre Herangehensweise so deutlich wie möglich darzulegen, werde ich mich im Folgenden auf ihren Artikel Übertragung: Die Gesamtsituation beziehen, der aus meiner Sicht ihren bahnbrechenden Beitrag hierzu veranschaulicht.
Diese Arbeit wurde im Dezember 1983 auf einem wissenschaftlichen Symposium der Britischen Gesellschaft vorgestellt und 1985 in dieser Zeitschrift veröffentlicht (Joseph, 1985).