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In dieser Arbeit legen wir eine psychoanalytisch informierte Neubetrachtung von Bewusstseinsphänomenen vor. Klassischerweise haben Psychoanalytiker in der Nachfolge Freuds, der Bewusstsein als eine bloße Reflexion oder Perzeption unbewusster geistiger Aktivität betrachtete, dazu tendiert, einen Fokus auf bewusste Erfahrung als potenziell reduktionistisch aufzufassen. Für sie war er mit dem Risiko behaftet, die tieferen Strukturen des Psychischen zu übersehen. Wir schildern den Fall von Herrn K., einem Patienten mit Bewusstseinsstörungen, die uns dazu zwangen, die Möglichkeit zu erwägen, dass das Vermögen, uns als bewusste und intentional Handelnde in einer kohärenten Welt der Objekte zu sehen, nicht bloß eine Modalität der Wahrnehmung ist, sondern eine Errungenschaft von Reife und Entwicklung, die bis zu einem gewissen Grad von adäquaten Erfahrungen der Fürsorge abhängt und die für die Möglichkeit menschlicher Kommunikation eine wichtige Rolle spielt. In dieser Weise ist sie ein Vermögen, das durch Erfahrungen von Vernachlässigung und Misshandlung verletzt werden kann. Wir nehmen an, dass solche Erfahrungen nicht nur die Fähigkeit beeinträchtigen, über eigene Gefühle und die anderer nachzudenken, sondern darüber hinaus bestimmte gefährliche maladaptive, zerstörerische psychische Zustände zur Folge haben können, die dann bewusst werden können, während sie in der normalen Entwicklung dem bewussten Erleben unzugänglich bleiben. Phänomenal werden solche psychischen Zustände als Fragmentierung und Bewusstseinsstörungen erlebt. Wir diskutieren die klinischen Folgerungen dieser Überlegungen und anhand der Behandlung von Herrn K. die Limitationen, die sie der psychoanalytischen Arbeit auferlegen.