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Das Konzept der Rolle durchzieht das Fachgebiet der Psychologie und das operationale Feld der Psychoanalyse. Es wird zu einem Deutungskonzept. Wenn Analysanden ihren Analytikern eine Rolle zuweisen und Analytiker diese Rolle annehmen, dann findet ein Schlüsselphänomen statt, das im Zentrum der analytischen Situation liegt: Kommunikation. Wenn Analytiker die ihnen von ihren Patienten zugewiesene Rolle nicht annehmen, scheitert die Kommunikation. Schon früher haben wir darauf hingewiesen, dass es in der Regel die Analytiker sind, die diese ihnen von ihren Patienten zugewiesene Rolle ablehnen, besonders männliche Analytiker, denen einen weibliche Rolle oder weibliche Analytiker, denen eine männliche Rolle zugewiesen wird. Durch die Genderumkehr kommt es dann leicht zu einem negativen Gegenübertragungsphänomen, das Analytiker dazu bringt, sich dem Beziehungsspiel zu verweigern.
Sehr ängstliche Patienten z. B. können von der ersten Sitzung an ihr Bedürfnis nach Schutz und Zuflucht zum Ausdruck bringen und dem Analytiker, unabhängig vom Geschlecht, eine mütterliche Rolle zuweisen. Fühlen sie sich zurückgewiesen, bedeutet dies für sie eine erhebliche Frustration, weil damit eine signifikante primäre Situation aus der Mutter-Kind-Beziehung wiederholt wird. Solange diese Patienten ihre Kindheitserfahrangen