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Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem »Dschungel der Probleme« (Baranger et al., 1983), in den man gerät, wenn man sich in das theoretische wie klinische Feld der Übertragung, Gegenübertragung und der projektiven Identifizierung begibt. Nach einer kurzen Darstellung einiger historisch gewachsener und sich verändernder Positionen in den Konzepten zu Gegenübertragung und projektiver Identifizierung wird eine intersubjektive Position mit einem südamerikanisch geprägten postkleinianischen Hintergrund beschrieben. Diese begreift das Behandlungswerk als ein Feld, das gemeinsam von Analysand und Analytiker gestaltet wird. Die vorliegende Arbeit will möglichst genau darstellen, wie die Gegenübertragung im Sinne einer Analyse der Mikroprozesse durchgearbeitet werden kann, und zwar vor allem die negative Gegenübertragung. Die dazu erforderlichen inneren Prozesse des Analytikers durchlaufen dabei notwendig auch ein Stück impliziter eigener Geschichte. Die Arbeit möchte aufzeigen, dass eine Selbstenthüllung sich erübrigt, da sich die innere Bearbeitung der Gegenübertragung dem Patienten mitteilt durch das veränderte analytische Feld. Entscheidend beim Prozess der Durcharbeitung der Gegenübertragung ist, dass der Analytiker offen ist für oft schmerzliche Wiederbegegnungen mit eigenem traumatischen Material, mit abgespaltenen Selbstanteilen und verletzten inneren Objekten. Die eigene Erreichbarkeit des Analytikers dafür ermöglicht es, eine dritte Position einzunehmen, die zugleich eine Empathie mit dem Patienten unterhält wie auch von diesem getrennt ist.