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Die Schuld- und Schamgefühle wegen unserer Teilhabe an der unwürdigen konsumistischen Lebensweise, die zu Klimawandel und massenhaftem Artensterben führt, fügen uns eine moralische Wunde zu. Diese moralische Wunde löst Empörung aus, zu deren Wortführern die »Greta-Generation« gehört, und hat die Entwicklung einer Ethik der Beziehung unserer Spezies zu anderen nicht-menschlichen Spezies mit sich gebracht. Wir müssen - in den Worten Aldo Leopolds - »wie ein Berg denken«, das heißt ökosystemisch denken lernen, um unseren wahren Platz in der biotischen Gemeinschaft von Mikroorganismen, Flora und Fauna einzunehmen - den von »Kindern der Biosphäre«, einer Biosphäre, auf die wir angewiesen sind wie ein Kleinkind auf seine Eltern. Um eine solche Ethik zu entwickeln, braucht es, wie der Autor vertritt, eine Kulturarbeit, in der über neue Umweltparadigmen nachgedacht wird, vor allem über die Tatsache, dass die Menschheit unentwegt die Natur, sogar ihre eigene Natur zum Schaden ihres wilden Anteils artifizialisiert. Es fragt sich, ob die ödipale Situation, deren Tabus und deren Respekt vor der Fruchtbarkeit auf unsere biotische Familie ausgedehnt werden können?