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W. R. Bion entwickelte verschiedene Modelle und Theorien, um die Formation mentaler Repräsentanzen zu beschreiben. In dem Artikel wird eine Erweiterung des Modells der Alpha- und Beta-Elemente um eine neue Kategorie vorgestellt, die als Gamma-Elemente bezeichnet werden. Diese sind transformierbar, zeichnen sich jedoch durch ein exzessives Wirklichkeitsgefühl aus, sodass das Subjekt diese evakuieren muss. Es handelt sich um Visionen, Pseudohalluzinationen, ebenso schreckliche wie sinnlich aufgeladene Szenarien in Alpträumen, um Flashbacks oder um überwältigende, mit hypochondrischen Ängsten durchsetzte Körpergefühle. Anhand der »Theorie der maternalen Semiose« (Kristeva) wird nachgezeichnet, wie Projektile des Kindes, das heißt in den mütterlichen Container projizierte Beta-Erfahrungen, in Alpha- und Gamma-Elemente verwandelt werden. Gamma-Elemente sind insofern mehr oder weniger präzise Indikatoren für den analytischen Prozess: Sie zeigen an, inwieweit der Analysand in der Lage ist, im Hier und Jetzt frustrierende Erfahrungen zu ertragen und zu transformieren. Insofern hat die Erweiterung der Bion'schen Elementenlehre eine unmittelbare klinische Relevanz, indem Gamma-Elemente sowohl als kreative Schöpfungen wie auch als Hinweise für desorganisierende Prozesse verstanden werden können.