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Es könnte ironisch klingen, dass Intimität und die Tiefe wechselseitiger Bezogenheit Philip Bromberg so wertvoll waren und sogar als seine zentrale Wahrheit und Berufung gelten können, denn er war eine schüchterne Person, das Demonstrative lag ihm nicht und er war sicherlich nicht extravertiert. Aber so wohlvertraut allen, die ihm persönlich begegnet sind, seine Zurückhaltung und Reserviertheit gewesen sein mögen, so wenig deutlich sind sie doch denen, die diesen Mann nur aus seinem Werk kennen. Im Folgenden widme ich mich hauptsächlich Brombergs Beiträgen, die bis heute zu den einflussreichsten Schriften von interpersonalen/relationalen Psychoanalytikern3 gehören. Aber das Herz dieses Mannes, dieses Gespür, das er stets für die grundlegenden affektiven Möglichkeiten menschlicher Bezogenheit gehabt hat, verdient Vorrang vor der Betrachtung seines Lebens und seines Arbeitens.
Wer Brombergs Arbeiten verstehen möchte, der sollte etwas über die psychoanalytische Welt erfahren, in der er aufwuchs und in die er sich einbrachte. Er wurde 1931 in Brooklyn geboren und wuchs dort mit einer phantasievollen Mutter auf, die ihm spontan selbst ausgedachte Geschichten erzählte. Er berichtete uns, sie sei eine »geborene Dichterin« gewesen (Greif & Livingston, 2013, S. 323).
(1931-2020). Trauma, dissociation, and the multiple self. International Journal of Psychoanalysis 2021 ( 102), 178-188.
Der Autor bedankt sich bei Taylor & Francis, LLC () für die Genehmigung, umfangreich aus diesem Artikel zu zitieren: & (2013). An interview with Philip M. Bromberg Ph. D. Contemporary Psychoanalysis, 49(3), 323-355.
Anm. d. Ü.: Im vorliegenden Text wird das generische Maskulinum verwendet. Damit ist kein inhaltlicher Akzent gesetzt und es sind alle Geschlechter gleichermaßen gemeint.
War es vielleicht sie, die seine Liebe sowohl ein Leben voller intensiver Ge