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In diesem Aufsatz wird untersucht, wie die Beziehung des analytischen Paars in einer Behandlung mithilfe von digitalen Medien und damit, wenn die körperliche Präsenz des Anderen nicht gegeben ist, in einer doppelt virtuellen Beziehung erlebt wird. Die Autorin führt aus, dass die »Fernanalyse« eine Regression auf idealisierte Objektimagines befördere, weil sie in einem doppelt virtuellen Raum - dem des Mediums und dem der Psychoanalyse - angesiedelt sei. Beide Räume ziehen einen Angriff auf die Abwehr oder zumindest deren Labilisierung nach sich und zielen dabei in den Bereich, den Freud die virtuell unsterblichen Wunschregungen nannte. Anhand eines Fallbeispiels wird diskutiert, wie vorher unterdrückte biografische Erinnerungen, die nur als körperliches Erleben und Schmerz wahrgenommen worden waren, in der doppelten Virtualität abgebildet und erlebt werden konnten, sodass sie für die Patientin unabweisbar und einer Bearbeitung zugänglich wurden. So gelangen emotionale Einsicht und vertieftes Verstehen. Die Realität der unerfüllten Sehnsucht wurde erfahr- und bewältigbar in den Möglichkeitsräumen von Fern- und Präsenzanalyse.