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Durch unsere Auswahl an besonders wichtigen und originellen Artikeln aus dem International Journal zieht sich dieses Jahr ein roter Faden der Bezugnahme auf den lebendigen, beseelten Körper, aufgrund dessen wir dem 19. Band den Titel »Leibliches Sein« gegeben haben.
Die deutsche Sprache ermöglicht uns (im Gegensatz zum Englischen, das hier nur den »body« kennt), mit dem Ausdruck Leib den besonderen Umstand hervorzuheben, dass wir Menschen nicht nur einen Körper besitzen oder steuern, sondern Leib sind und in unserem innersten Kern des Selbst-Erlebens auf ihn bezogen sind und bleiben.
Schon bei Freud ist »das Ich […] vor allem ein körperliches«. Es ist seine Formulierung, in der Strukturtheorie dem Trieb weiter die Bedeutung zu geben, die er in der Psychoanalyse von allem Anfang an hat. In den letzten Jahrzehnten ist nun über die Traumaforschung das leibliche Sein als Ort der Lebendigkeit in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt, der Leib wird als beseelter Körper verstanden. Dabei wird im gesellschaftlichen Diskurs von einer Seite mit einer deterministischen Logik auf den Körper verwiesen, als ob darin festgelegt wäre, wie wir unser soziales Leben gestalten sollten - und von anderen wird dekonstruiert, was zuvor gesetzt schien, nämlich dass die Welt der Natur nach in Männlich und Weiblich strukturiert ist, und fast analog dazu in Schwarz und Weiß. Hier psychoanalytisch vom Leib zu sprechen heißt auch, sich der Realität gesellschaftlicher oder körperlicher Bedingungen von der Subjektivität her annähern zu wollen. Im ersten Teil suchen die Autorinnen ein solches psychoanalytisches Verständnis der Beziehung zum eigenen Leib unter sehr verschiedenen Gesichtspunkten.
Alessandra Lemma legt eine beeindruckende Arbeit vor mit dem Titel »Das, was fehlt: Erkundung der Verwendung von Fotografien beim »Durcharbeiten« des Geburtskörpers mit Transgender-Jugendlichen«. Im Wunsch nach Transition
findet sie eine »Bewegung weg von etwas […], was sich falsc