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Diese Arbeit zeigt unter Verwendung von einschlägigem Archivmaterial am Beispiel des Militärregimes in Argentinien (1976–1983), wie eine hochtrabende Sprache verwendet wurde, um einen Feind zu konstruieren, und wie ein diskursives »Herstellen des Immer-Gleichen«3 in Gang gebracht wurde. Die Autorin vertritt, dass die Einzigartigkeit des Vorgehens in der Struktur der Wiederholung bestand, die die »Gemeinsamkeiten«, von »fremd« und »feindlich« zu einem einzigen Begriff der argentinischen Nationalpsyche »verschmelzen durfte«.
Die Autorin möchte die Sprache des Regimes im Licht von Freuds Gruppen-und Kulturtheorie betrachten, und mit Laplanches These, dass kulturelle Narrative in Gestalt mytho-symbolischer Erklärungen uns bei der Übersetzung des Sexualen4 helfen, und eine »Lösung« für das Infantile im Erwachsenen darstellen. Die Autorin macht im Weiteren geltend, dass zu anderen Zeiten kulturelle Narrative zu einer anti-übersetzerischen5 Maßnahme werden können, wenn sie gegen das Entstehen eines neuen Signifikantennetzes eingesetzt wird. Das Begründungsnarrativ eines abendländisch-spanisch-katholischen »Seins«, mit dem zunächst die indigenen Ursprünge ausgelöscht wurden und dann das arabisch-jüdische Erbe, wurde vom Militärregime als eine mytho-symbolische Erzählung wieder aufgenommen und als Schutzschild verwendet gegen die verdrängten Reste einer rätselhaften Botschaft, die darauf wartete, neu übersetzt zu werden.