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Dieser Artikel untersucht das Konzept des transgenerationalen Traumas. Ich verwende zwei sehr unterschiedliche Quellen, um mich dem »Transgenerationalen« in einer nuancierteren Weise zu nähern – einer Weise, die über die Vorstellung eines linearen Entwicklungsverlaufs von der Vergangenheit zur Gegenwart hinausgeht. Zuerst greife ich auf der Grundlage der Schriften Freuds das Konzept der Nachträglichkeit wieder auf, um die zeitlichen Dynamiken zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu beleuchten, insbesondere in den emotionalen Reaktionen junger schwarzer Studierender in der Interaktion mit ihren weißen Mitstudierenden. Ich erweitere die Verwendung von Nachträglichkeit über ihre traditionelle Anwendung auf frühe Kindheitserfahrungen hinaus und vertrete, dass das Konzept in einem breiteren Spektrum gesellschaftlicher Zusammenhänge ebenso relevant ist.
Meine zweite Quelle ist die südafrikanische Wahrheits- und Versöhnungskommission (Truth and Reconciliation Commission, kurz TRC). Die Reflexion über den Prozess öffentlicher Zeugenaussagen vor der TRC als einem »Brechen mit der Vergangenheit«, um eine neue Zukunft zu entwerfen, führt zu wertvollen Einsichten in die transgenerationalen Dynamiken, die die südafrikanische Gesellschaft gegenwärtig prägen. Ich nutze die Aufzeichnungen der TRC, um die Aufmerksamkeit auf einen Schlüsselmoment während der Eröffnung der öffentlichen Anhörungen der TRC zu richten – einen traumatischen ikonischen Schrei – und zu untersuchen, wie die zeitlichen Horizonte dieses Ereignisses dabei helfen können, eine Gegenwart zu verstehen, in der sich die Vergangenheit scheinbar wiederholt.