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In randomisiert-kontrollierten Studien konnte gezeigt werden, dass psychoanalytische Psychotherapie das Langzeitergebnis nach Behandlungsende bei Patientinnen mit therapieresistenter Depression erhöht. In dieser Fallstudie untersuchen wir den Therapieprozess einer Studienteilnehmerin mit Diagnose einer therapieresistenten Depression. Strukturierte klinische Tests ergaben, dass das Ausmaß der Depression bei der Patientin während und nach der Behandlung unverändert blieb. Im Verlauf der Therapie brach sie wiederholt den Kontakt zu wichtigen anderen Personen ab und schließlich auch die Therapie selbst, was wir mit den Auswirkungen früher Verlassenheitserfahrungen auf ihre innere Welt in Verbindung brachten. In der Diskussion präsentieren wir eine Reihe von Überlegungen, die seitens der Autor:innen während mehrerer Treffen zur Falldiskussion aufkamen. Einige dieser Überlegungen beziehen sich darauf, inwiefern die innere Welt dieser Patientin eine negative therapeutische Reaktion und ein destruktives Wiederholungsmuster ausgelöst haben könnte. Die auf Deutungen ausgerichtete Haltung, in der die Therapeutin diese Reaktion als Anzeichen für einen psychischen Konflikt deutete und diesen Konflikt mit der therapeutischen Beziehung verband, schien von der Patientin als nicht hilfreich und verfolgend erlebt worden zu sein. Andere aufkommende Elemente waren ein grundlegendes Misstrauen, ein Mangel an Symbolisierung sowie das Vorliegen eines Traumas bei der Patientin, ebenso wie Bedenken gegenüber dem Forschungskontext.