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Wohl jedermann hat an sich selbst das Phänomen von Vergesslichkeit erlebt, oder es an andern beobachtet, das ich hier beschreiben und sodann aufklären möchte. Es betrifft vorzugsweise den Gebrauch von Eigennamen — nomina propria — und äussert sich in folgender Weise: Mitten im Zusammenhange eines Gespräches sieht man sich genötigt, seinem Partner zu bekennen, dass man einen Namen nicht finden kann, dessen man sich eben bedienen wollte, und ihn um seine — meist erfolglose — Mithilfe zu bitten: “Wie heisst doch der …?; ein so bekannter Name; er liegt mir auf der Zunge; im Augenblick ist er mir entfallen.” Unverkennbare ärgerliche Erregung ähnlich jener der motorisch Aphasischen begleitet nun die weiteren Bemühungen den Namen zu finden, über den man nach seinem Gefühl noch vor einem Moment hätte verfügen können. Nun sind in geeigneten Fällen zwei Nebenerscheinungen beachtenswert. Erstens, dass die energische willkürliche Anspannung jener Funktion, die wir Aufmerksamkeit heissen, sich ohnmächtig zeigt, den verlorenen Namen zu finden, so lange sie auch fortgesetzt wird. Zweitens, dass sich alsbald für den gesuchten ein anderer Name einstellt, den man als unrichtig erkennt und verwirft, während er doch beständig