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Wenn ich nun die Behauptung aufstelle, daß Wunscherfüllung der Sinn eines jeden Traumes sei, also daß es keine anderen als Wunschträume geben kann, so bin ich des entschiedensten Widerspruches im vorhinein sicher. Man wird mir entgegenhalten: “Daß es Träume gibt, welche als Wunscherfüllungen zu verstehen sind, ist nicht neu, sondern längst von den Autoren bemerkt worden. (Vgl. Radestock, S. 137, 138, Volkelt, S. 110, 111, Purkinje, S. 456, Tissié, S. 70, M. Simon, S. 42 über die Hungerträume des eingekerkerten Baron Trenck, und die Stelle bei Griesinger, S. 111.)1 Daß es aber nichts anderes geben soll als Wunscherfüllungsträume, das ist wieder eine ungerechtfertigte Verallgemeinerung, die sich zum Glück leicht zurückweisen läßt. Es kommen doch reichlich genug Träume vor, welche den peinlichsten Inhalt erkennen lassen, aber keine Spur irgendeiner Wunscherfüllung. Der pessimistische Philosoph Eduard v. Hartmann steht wohl der Wunscherfüllungstheorie am fernsten. Er äußert in seiner, Philosophie des Unbewußten‘, II. Teil (Stereo-typ-Ausgabe, S. 344):, Was den Traum betrifft, so treten mit ihm alle Plackereien des wachen Lebens auch in den Schlafzustand hinüber, nur das einzige nicht, was den Gebildeten einigermaßen mit dem Leben aussöhnen kann: wissenschaftlicher und Kunstgenuß.… ‘Aber auch minder unzufriedene Beobachter haben hervorgehoben, daß im Traum Schmerz und Unlust häufiger sei als Lust, so Scholz