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Meine Herren, ich habe den Eindruck, daß wir trotz all des wertvollen Materials, das hier vorgebracht wurde, zu einer Entscheidung über das uns interessierende Problem nicht gelangt sind. Wir wollten vor allem wissen, wie es möglich wird, den so außerordentlich starken Lebenstrieb zu überwinden, ob dies nur mit Hilfe der enttäuschten Libido gelingen kann, oder ob es einen Verzicht des Ichs auf seine Behauptung aus eigenen Ichmotiven gibt. Die Beantwortung dieser psychologischen Frage konnte uns vielleicht darum nicht gelingen, weil wir keinen guten Zugang zu ihr haben. Ich meine, man kann hier nur von dem klinisch bekannten Zustand der Melancholie und von deren Vergleich mit dem Affekt der Trauer ausgehen. Nun sind uns aber die Affektvorgänge bei der Melancholie, die Schicksale der Libido in diesem Zustande, völlig unbekannt, und auch der Daueraffekt des Trauerns ist psychoanalytisch noch nicht verständlich gemacht worden. Verzögern wir also unser Urteil, bis die Erfahrung diese Aufgabe gelöst hat.