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In der Behandlung der Krankengeschichte des Senatspräsidenten Schreber habe ich mich mit Absicht auf ein Mindestmaß von Deutung eingeschränkt und darf darauf vertrauen, daß jeder psychoanalytisch geschulte Leser aus dem mitgeteilten Material mehr entnommen haben wird, als ich ausdrücklich ausspreche, daß es ihm nicht schwer gefallen ist, die Fäden des Zusammenhanges enger anzuziehen und Schlußfolgerungen zu erreichen, die ich bloß andeute. Ein freundlicher Zufall, der die Aufmerksamkeit anderer Autoren des gleichen Bandes auf die Schrebersche Selbstbiographie gelenkt hat, läßt auch erraten, wieviel noch aus dem symbolischen Gehalt der Phantasien und Wahnideen des geistreichen Paranoikers zu schöpfen ist.1
Eine zufällige Bereicherung meiner Kenntnisse seit der Veröffentlichung meiner Arbeit über Schreber hat mich nun in den Stand gesetzt, eine seiner wahnhaften Behauptungen besser zu würdigen und als mythologisch beziehungsreich zu erkennen. Auf Seite 289 erwähne ich das besondere Verhältnis des Kranken zur Sonne, die ich für ein sublimiertes “Vatersymbol” erklären mußte. Die Sonne spricht mit ihm in menschlichen Worten und gibt sich ihm so als ein belebtes Wesen zu erkennen. Er pflegt sie zu beschimpfen, mit Drohworten anzuschreien; er versichert auch, daß ihre Strahlen vor ihm erbleichen, wenn er gegen sie