You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Meine Herren! Die älteren Mitglieder dieses Kreises werden sich zu erinnern wissen, daß wir schon vor mehreren Jahren den Versuch einer solchen Sammeldiskussion — eines Symposions nach dem Ausdruck amerikanischer Kollegen — über das Thema der Onanie unternommen haben. Damals ergaben sich so bedeutende Abweichungen der geäußerten Meinungen, daß wir uns nicht getrauen konnten, unsere Verhandlungen der Öffentlichkeit vorzulegen. Seither haben wir — dieselben Personen wie auch neu hinzugekommene — in unausgesetzter Berührung mit den Tatsachen der Erfahrung und in fortlaufendem Gedankenaustausch untereinander unsere Ansichten soweit geklärt und auf gemeinsamen Boden gehoben, daß uns das damals unterlassene Wagnis nicht mehr so groß erscheinen muß.
Ich habe wirklich den Eindruck, daß die Übereinstimmungen unter uns über das Thema der Onanie jetzt stärker und tiefgehender sind als die — sonst nicht zu verleugnenden — Uneinigkeiten. Mancher Anschein eines Widerspruches wird nur durch die Vielseitigkeit der Gesichtspunkte, die Sie entwickelt haben, hervorgerufen, während es sich in Wahrheit um Ansichten handelt, die gut nebeneinander Raum finden.
Gestatten Sie mir, daß ich Ihnen ein Resumé vorführe, über welche Punkte wir einig oder uneinig zu sein scheinen.
Einig sind wir wohl alle: