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Meine Damen und Herren! Lassen Sie uns wieder an unser Resultat anknüpfen, daß die Traumarbeit die latenten Traumgedanken unter dem Einfluß der Traumzensur in eine andere Ausdrucksweise überführt. Die latenten Gedanken sind nicht anders als die uns bekannten bewußten Gedanken unseres Wachlebens; die neue Ausdrucksweise ist uns durch vielfältige Züge unverständlich. Wir haben gesagt, daß sie auf Zustände unserer intellektuellen Entwicklung zurückgreift, die wir längst überwunden haben, auf die Bildersprache, die Symbolbeziehung, vielleicht auf Verhältnisse, die vor der Entwicklung unserer Denksprache bestanden haben. Wir nannten die Ausdrucksweise der Traumarbeit darum eine archaische oder regressive.
Sie können daraus den Schluß ableiten, daß es durch das vertieftere Studium der Traumarbeit gelingen müßte, wertvolle Aufschlüsse über die nicht gut gekannten Anfänge unserer intellektuellen Entwicklung zu gewinnen. Ich hoffe, es wird so sein, aber diese Arbeit ist bisher noch nicht in Angriff genommen worden. Die Vorzeit, in welche die Traumarbeit uns zurückführt, ist eine zweifache, erstens die individuelle Vorzeit, die Kindheit, anderseits, insofern jedes Individuum in seiner Kindheit die ganze Entwicklung der Menschenart irgendwie abgekürzt wiederholt, auch diese Vorzeit, die phylogenetische. Ob es