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Unvergeßlicher, durch welche Mühen und Leiden haben Sie sich wohl zu solcher Höhe der Menschlichkeit emporgerungen!
Lange Jahre, ehe ich Sie sah, hatte ich Sie als Künstler und als Apostel der Menschenliebe geehrt. Der Menschenliebe hing ich selbst an, nicht aus Motiven der Sentimentalität oder der Idealforderung, sondern aus nüchternen, ökonomischen Gründen, weil ich sie, bei der Gegebenheit unserer Triebanlagen und unserer Umwelt, für die Erhaltung der Menschenart für ebenso unerläßlich erklären mußte wie etwa die Technik.
Als ich Sie dann endlich persönlich kennen lernte, war ich überrascht zu finden, daß Sie Stärke und Energie so hoch einzuschätzen wissen und daß in Ihnen selbst so viel Willenskraft verkörpert ist.
Möge Ihnen das nächste Jahrzehnt nur Erfüllungen bringen. Herzlichst Ihr
Sigm. Freud, aetat. 70.