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Diese Vorlesungen sind in den Jahren 1916 und 1917 gehalten worden, sie entsprachen ziemlich getreu dem damaligen Stand der jungen Wissenschaft und sie enthielten mehr als ihr Name aussagte. Sie brachten nicht nur eine Einführung in die Psychoanalyse, sondern auch das meiste ihres Inhalts. Es ist natürlich, daß dies heute nicht mehr zutrifft. Die Theorie hat in der Zwischenzeit Fortschritte gemacht, wichtige Stücke, wie die Zerlegung der Persönlichkeit in ein Ich, Über-Ich und Es, eine tiefgreifende Abänderung der Trieblehre, Einsichten in die Herkunft von Gewissen und Schuldgefühl sind hinzugekommen. Die Vorlesungen sind also in hohem Grade unvollständig geworden; erst jetzt haben sie wirklich den Charakter einer bloßen “Einführung”. In anderem Sinne aber sind sie auch heute nicht überholt oder veraltet. Was sie mitteilen, wird in den psychoanalytischen Schulen, von wenigen Abänderungen abgesehen, noch immer geglaubt und gelehrt.
Dem hebräisch lesenden Publikum und insbesondere der wißbegierigen Jugend wird durch dieses Buch die Psychoanalyse im Gewand jener uralten Sprache vorgestellt, die durch den Willen des jüdischen Volkes zu neuem Leben erweckt worden ist. Der Autor hat eine gute Vorstellung davon, welche Arbeit der Übersetzer dabei zu leisten hatte. Er braucht den Zweifel nicht zu unterdrücken, ob wohl Moses und die Propheten diese hebräischen Vorlesungen verständlich gefunden hätten. Ihren Nachkommen aber, — zu denen er selbst zählt, — für die dies Buch bestimmt ist, legt der Autor die Bitte vor, nicht zu rasch nach den ersten Regungen von Kritik und