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Brief an Josef Breuer, vom 29.6.1892 datiert. Die in eckigen Klammern eingefassten Sätze und Worte sind im Manuskript durchgestrichen.
29.6.92.
Die Befriedigung, mit welcher ich Ihnen arglos meine paar Seiten überreichte, ist dem Unbehagen gewichen, welches sich an beständige Denkschmerzen zu knüpfen pflegt. Ich quäle mich mit dem Problem, wie man etwas so Körperhaftes wie unsere Hysterielehre flächenhaft darstellen kann. Die Hauptfrage ist wohl die, stellen wir es historisch dar, fangen mit allen oder den zwei besten Krankengeschichten an, oder vielmehr dogmatisch mit unseren zur Erklärung erfundenen Theorien. Ich neige mich der letzteren Entscheidung zu und würde so gliedern:
1.) Unsere Theorien:
Der Satz von der Konstanz der Erregungssumme.
Die Theorie der Erinnerung.
Der Satz, dass der Inhalt verschiedener Bewusstseinszustände nicht miteinander assoziiert wird.
2.) Die Entstehung der hysterischen Dauersymptome: Traum, Autohypnose, Affekt und Wirkung des absoluten Traumas. Die drei ersten Momente auf Disposition, das letzte auf Aetiologie bezüglich. Die Dauersymptome entsprächen normalem Mechanismus, sie sind [Reaktionsversuche, zum Teil auf abnormen Wegen, das Hysterische daran, dass sie bleiben. Der Grund für ihr Verbleiben liegt im Satz c).] Verschiebungen von Erregungs-[Nebenthema]summen z.T.auf abnorme Wege (innere Veränderung), welche nicht gelöst werden. Grund der Verschiebung: Versuch der Reaktion, Grund des