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Natürlich sind auch alle die allgemeinen Einsichten und Voraussetzungen, die wir in unserem ersten Kapitel aufgeführt haben, durch die mühselige und geduldige Einzelarbeit gewonnen worden, von der wir im vorstehenden Abschnitt ein Beispiel gegeben haben. Es mag uns nun verlocken zu überschauen, welche Bereicherung unseres Wissens wir durch solche Arbeit erworben und was für Wege für weiteren Fortschritt wir eröffnet haben. Es darf uns dabei auffallen, dass wir so oft genötigt waren, uns über die Grenzen der psychologischen Wissenschaft hinaus zu wagen. Die Phänomene, die wir bearbeiteten, gehören nicht nur der Psychologie an, sie haben auch eine organisch-biologische Seite und dementsprechend haben wir in unseren Bemühungen um den Aufbau der Psychoanalyse auch bedeutsame biologische Funde gemacht und neue biologische Annahmen nicht vermeiden können.
Um aber zunächst bei der Psychologie zu verbleiben: Wir haben erkannt, dass die Abgrenzung der psychischen Norm von der Abnormalität wissenschaftlich nicht durchführbar ist, so dass dieser Unterscheidung trotz ihrer praktischen Wichtigkeit nur ein konventioneller Wert zukommt. Wir haben damit das Anrecht begründet, das normale Seelenleben aus seinen Störungen zu verstehen, was nicht gestattet wäre, wenn diese Krankheitszustände, Neurosen und Psychosen,