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Dieses Bruchstück ist in der zweiten Hälfte 1938 in London geschrieben; es ist der Beginn einer zweiten Fassung des “Abriss der Psychoanalyse”. Ein Teil dieses Manuskripts ist als Anmerkung zum Abriss in der Internationalen Zeitschrift für Psychoanalyse und Imago, Band XXV, 1940, Heft 1, S. 21, abgedruckt.
Wenn man ein bestimmtes Gebiet des Wissens — oder bescheidener ausgedrückt, der Forschung — für den Unkundigen darstellen will, hat man offenbar die Wahl zwischen zwei Methoden oder Techniken. Die eine wäre, von dem auszugehen, was jedermann weiss oder zu wissen glaubt und für selbstverständlich hält, ohne ihm zunächst zu widersprechen. Dann findet sich bald Gelegenheit, ihn auf Tatsachen aus demselben Gebiet aufmerksam zu machen, die er zwar kennt, aber bisher vernachlässigt oder nicht genügend gewürdigt hat. Anschliessend an diese kann man ihn dann mit anderen Tatsachen bekannt machen, von denen er nichts gewusst hat, und bereitet ihn so auf die Notwendigkeit vor, über sein bisheriges Urteil hinauszugehen, nach neuen Gesichtspunkten zu suchen und neue Annahmen zur Erklärung anzuhören. Auf diese Art beteiligt man den Anderen an dem Aufbau einer neuen Theorie des Gegenstandes und kann seine Einwendungen gegen sie bereits während der gemeinsamen Arbeit erledigt haben.
Eine solche Darstellung verdient den Namen einer genetischen, sie wiederholt den Weg, den vorher der Forscher selbst gegangen ist. Bei all ihren Vorzügen haftet ihr der Mangel an, dass sie dem Lernenden nicht genug Eindruck macht. Ihm wird etwas, was er entstehen und langsam unter Schwierigkeiten wachsen gesehen hat, lange nicht so imponieren, wie etwas, was ihm, anscheinend in sich geschlossen, fertig entgegentritt.
Die andere Darstellung, die grade dieses leistet, ist die dogmatische, sie stellt ihre Ergebnisse voran, verlangt Aufmerksamkeit und Glauben für ihre Voraussetzungen, gibt wenig Auskünfte zu