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Jeder Index hat die Ansprüche sehr verschiedener Lesergruppen zu befriedigen. Bei verhältnismäßig kurzgefaßten, zum Beispiel einbändigen Werken, besonders bei solchen, die sich im engen Bereich einer einzigen Spezialfrage bewegen, besteht die Funktion eines Index lediglich darin, Namen und einige wichtige Angaben etwas leichter auffinden zu helfen, als dies ohnehin anhand des Inhaltsverzeichnisses möglich ist. Die Aufgabe gestaltet sich etwas schwieriger bei Werken von größerem Umfang und kompliziert sich noch mehr, wenn es sich um ein Lebenswerk von der Bedeutung und der Spannweite der GESAMMELTEN WERKE von Sigmund Freud handelt. Die Schwierigkeit besteht in einem solchen Falle nicht allein im größeren Umfang; das wäre ja weitgehend ein quantitatives Problem. Vielmehr muß mit ganz verschiedenartigen und weitverzweigten Ansprüchen auf seiten der Leserschaft gerechnet werden. Vor allem die Fachgelehrten und Sachverständigen möchten Freuds Meinung bis in die feinsten Verästelungen und speziellsten Fragestellungen des jeweils eigenen Interessenkreises hinein verfolgen und erfahren können. Dabei soll nach Möglichkeit auch auf solche Belange und Problemkreise hingewiesen werden, die Freud seinerseits eventuell mit diesen Problemen in Zusammenhang gebracht hat, so daß ein dichtes, die mannigfaltigsten Sonderinteressen befriedigendes und anregendes Netz von Referenzen und Kreuzverweisungen dargeboten werden muß. Ferner kommen die Ansprüche des Biographen und Historikers der Psychoanalyse in Betracht, der vor allem die im Laufe der verschiedenen Lebens- und Arbeitsphasen sich wandelnden persönlichen Beziehungen Freuds zu seinen Mitarbeitern und seinem Publikum erforschen will. Und endlich darf man die Ansprüche des Leserpublikums nicht ganz außer acht lassen, beispielsweise derer, die sich im Zusammenhang mit einer die Psychoanalyse lediglich am Rande berührenden Fragestellung an ein Detail im Werk erinnern und nun die betreffende Textstelle aufspüren möchten. In den Schrif