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1. Inhaltliche Gesichtspunkte
a) Freuds Sprachgebrauch
i) Freud gebraucht in seinen Schriften abwechselnd deutsche und lateinische Termini — die letzteren sowohl als Fachwie als umgangssprachliche Ausdrücke. Zitate sind nicht selten in der jeweiligen Originalsprache angegeben. Das Register bemüht sich, diesen Gewohnheiten Freuds Rechnung zu tragen, wobei man allgemein sagen kann, daß Freud lateinisch für medizinisch-psychologische Zusammenhänge, deutsch für soziologisch-deskriptive bevorzugt hat.
ii) Besonders schlagende und kennzeichnende Wendungen, die Freud selbst geprägt bzw. häufig verwendet hat, finden sich entweder im »Sprachregister«, im »Hauptregister« oder in beiden.
iii) Im »Hauptregister« werden grundsätzlich Freuds eigene Bezeichnungen und Termini verwendet.
α) Von dieser Regel wird dort abgewichen, wo es aus sachlichen Erwägungen notwendig erschien, Synonyme zu bringen. Beispielsweise gebrauchte Freud den Ausdruck »Onanie« viel öfter als »Masturbation«. Dennoch ist es sinnvoll, »Masturbation« als Haupteintragung anzuführen (wobei »Onanie« zwar im Register erscheint, aber auf »Masturbation« weiterverweist; vgl. auch II. 2. i; S. xXIV), weil die internationale Fachliteratur diesen Ausdruck zu bevorzugen scheint. Ähnlich verhält es sich mit »Inversion«. Noch ein drittes Beispiel: Nur weil Freud den Begriff der »Frigidität« selten benutzt hat, hätten wir schwerlich auf ihn als Haupteintragung verzichten können, um stattdessen »Unempfindlichkeit« oder »Anästhesie«
* Auf Modifikationen und Ergänzungen der hier beschriebenen Regelungen wird in den Vorbemerkungen zu den einzelnen Sonderregistern hingewiesen.
sie« aufzuführen. Es erweist sich gelegentlich als schlechterdings unerläßlich, auch solche Begriffe aufzunehmen, die in Freuds Sprachgebrauch zwar selten vorkommen, in der Psychoanalyse heute aber einen wichtigen Stellenwert haben, z. B. »Adoleszenz« bzw. »Adoleszent«.
β) Um noch einige weitere, sinnvoll erscheinende Abweichungen von Freuds Sprach- und Schreibu