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1892 Internationale klinische Rundschau, Bd. 6, Nr. 20, Sp. 814-18; Nr. 21, Sp. 853-56.
Dies ist ein Originalbericht der oben erwähnten Zeitschrift über einen Vortrag, den Freud in zwei Folgen, am 27. April und 4. Mai 1892, vor dem Wiener medizinischen Klub gehalten hat.1 Im ersten Teil befaßte sich Freud mit den Begriffen von »Suggestion« und »Hypnose«, im zweiten mit der therapeutischen Funktion der Hypnose. Der in zwei Nummern der Zeitschrift veröffentlichte Bericht berücksichtigt die beiden Themen Freuds nicht gleichgewichtig; der Wiedergabe der zweiten »Stunde« wurde mehr als doppelt soviel Raum zugebilligt.
Obgleich Freud sich in diesem Vortrag anerkennend zu den Auffassungen Bernheims und der Schule von Nancy äußert, finden sich in den späteren Passagen verschiedene kritische Bemerkungen, die sich auf Definition sowie praktische Anwendung von Suggestion und Hypnose beziehen.
Dieser Bericht, obgleich offenbar aus zweiter Hand, trägt alle Anzeichen einer akkuraten Wiedergabe von Freuds Originalvortrag. Da ferner dessen Inhalt, im Kontext von Teil II dieses Nachtragsbandes, von beträchtlichem Interesse ist, schien es lohnend, ihn hier — erstmals seit 1892 — nachzudrucken. Als Textvorlage diente eine Photokopie des Originalberichts.
In der Originalveröffentlichung findet sich zum Titel ›Über Hypnose und Suggestion. Von Dr. S. Freud, Dozent an der Wiener Universität‹ folgende Anmerkung: »Vortrag, gehalten im ›Wiener medizinischen Klub‹ am 27. April und 4. Mai 1892. — Originalbericht der Internationalen klinischen Rundschau.«
Nach einigen einleitenden Bemerkungen über sein persönliches Verhältnis zu dem Thema des Vortrages erinnert der Vortragende daran, daß die noch vor kurzem herrschende Ansicht, der Hypnotismus sei ein Gewebe von Schwindel und Selbstbetrug, heute überwunden sei und daß man behaupten dürfe, es handle sich um ein wichtiges Gebiet von psychologischen Tatsachen, das den Arzt sehr nahe angeht.