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Der Versuch, die eine oder die andere Frage aus der Lehre der Hysterie zu erörtern, stößt auf mehr Schwierigkeiten als die Besprechung irgendeines anderen Krankheitsbegriffes, dessen Bild ein wohlumgrenztes ist. Es wird sich daher als praktisch erweisen, vorher auf die Diagnose der Hysterie einzugehen, respektive deren Unterschiede von ähnlichen Affektionen zu besprechen. Es ist das Verdienst Charcots und seiner Schüler, die Hysterie von gewissen organischen Affektionen abgegrenzt zu haben. Gegenwärtig steht im Mittelpunkte des Interesses das Problem, die Hysterie von gewissen Neurosen zu unterscheiden, mit denen sie ihrem Wesen nach entschieden nahe verwandt ist. Es kommt hier zunächst die Neurasthenie in Betracht. In die Besprechung derselben zur Klärung des Wesens der Hysterie einzugehen scheint von vornherein kein Vorteil zu sein, da zunächst die Neurasthenie der verschwommenere, unklarere Begriff ist. Aber dieser Punkt entfiele, wenn es gelänge, auch die Neurasthenie schärfer zu umschreiben. Ferner ist der Einwand berechtigt, daß es nach Aussage der sachkundigsten Autoren den Anschein hat, als ob diese beiden Neurosen nur in den extremsten Formen voneinander zu sondern seien. Es ist richtig, daß uns die Klinik täglich zeigt, daß recht häufig neurasthenische und