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(1911 Datum der Niederschrift.)
Englische Übersetzung (Erstveröffentlichung):
1913 ›On Psycho-Analysis‹, Australasian Medical Congress, Transactions of the Ninth Session, Bd. 2, Teil 8, S. 839-42.
Im März 1911 erhielt Freud eine Zuschrift von Dr. Andrew Davidson, dem Sekretär der Sektion für psychologische Medizin und Neurologie, mit der Einladung, dem australasiatischen Ärztekongreß für dessen Tagung im September desselben Jahres einen Artikel zur Verfügung zu stellen. Freud schickte den Artikel am 13. Mai ab, er wurde auf dem Kongreß verlesen und im Kongreßbericht veröffentlicht. (Im selben Kongreßbericht finden sich Beiträge zu psychoanalytischen Themen auch von C. G. Jung und Havelock Ellis.)
Der deutsche Originaltext ist nicht auffindbar. Da alle Anzeichen dagegen sprechen, daß der vorliegende englische Text von Freud selbst stammt, ist anzunehmen, daß es sich um eine in Australien hergestellte Übersetzung des deutschen Originals handelt.
Die im folgenden abgedruckte deutsche Fassung hat Anna Freud aus dem Englischen rückübersetzt. Den Titel entnehmen wir der Schlußpassage des Originalbeitrags, um eine Verwechslung mit Freuds fünf Vorlesungen an der Clark University, Worcester, USA, Über Psychoanalyse (1910a) auszuschließen.
[PEP] This page can be read in English in the Standard Edition Vol 12, Page 206
Ich folge der freundlichen Einladung des Sekretärs Ihrer Sektion für Neurologie und Psychiatrie, wenn ich im folgenden das Interesse dieses Kongresses für die Psychoanalyse in Anspruch nehme, d. h. für ein Thema, das heute in Europa und Amerika die Aufmerksamkeit der wissenschaftlichen Welt auf sich zieht.
Die Psychoanalyse ist eine Disziplin ungewöhnlicher Art, in der eine neue Form der Neurosenforschung mit einer auf ihre Ergebnisse aufgebauten neuen Neurosentherapie zusammenfällt. Sie beruht, wie ich zu Anfang betonen möchte, nicht auf Spekulation, sondern auf Erfahrung und ist, dieser Herkunft gemäß, als Theor