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1912 Imago, Bd. 1, Nr. 1, S. 17f. (Veröffentlicht im März.) In ›Über einige Übereinstimmungen im Seelenleben der Wilden und der Neurotiker. I. Die Inzestscheu‹.
Diese einführenden, aus fünf Absätzen bestehenden Passagen waren ursprünglich ein integraler Bestandteil des ersten von Freuds vier Essays mit dem übergeordneten Titel ›Über einige Übereinstimmungen im Seelenleben der Wilden und der Neurotiker‹. Sie sind durch ein neues ›Vorwort‹ ersetzt worden, als die Essays 1913 unter dem Titel Totem und Tabu in einem Band veröffentlicht wurden. Das neue Vorwort wurde in allen nachfolgenden Ausgaben, auch in den Gesammelten Werken, beibehalten, während die Imago-Fassung, soweit wir feststellen konnten, bisher nie mehr nachgedruckt wurde — weder in der Originalsprache noch in irgendeiner Übersetzung. Als Textvorlage diente uns eine Photokopie des Erstdrucks.
Wir sind William McGuire, der unsere Aufmerksamkeit auf diesen Text lenkte, sehr zu Dank verbunden.
Zwischen den beiden Fassungen bestehen interessante Unterschiede. Im neuen Vorwort hat Freud alle Hinweise auf eigene frühere Beschäftigung mit dem Thema entfernt und festgestellt, die vier Essays entsprächen »einem ersten Versuch von meiner Seite«; »die nächste Anregung« zu seinen eigenen Arbeiten sei von den Werken Wundts und Jungs ausgegangen. Die im vierten Absatz des hier folgenden Texts enthaltene Anspielung auf »verschiedene äußerliche Antriebe« als Entschuldigung für vorzeitige Veröffentlichung findet in der neuen Fassung keine Entsprechung, und der begeisterte Bericht über Jungs Arbeit im fünften Abschnitt wurde im Vorwort von 1913 ganz fortgelassen.