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Die Welle stärksten Mitgefühls nach der Lesung Ihres Briefes brach sich alsbald an zwei Bedenken: einer innerlichen Schwierigkeit und einem äußerlichen Hindernis. Für die erstere gab mir — ein Satz Ihrer eigenen Vorrede den geeigneten Ausdruck: »Nun gibt es ja wohl Leute, welche eine so geringe Meinung von der heutigen Kulturmenschheit haben, daß sie die Existenz eines Weltgewissens bestreiten.« Ich glaube, daß ich zu diesen Leuten gehöre. Ich könnte z. B. den Satz nicht unterschreiben, daß die Behandlung der Strafgefangenen eine Schande für unsere Kultur ist. Im Gegenteil, würde mir eine Stimme sagen: sie ist ganz in Einklang mit unserer Kultur, notwendige Äußerung der Brutalität und des Unverstandes, die die gegenwärtige Kulturmenschheit beherrschen. Und wenn durch ein