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7. X. 1938
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Ihr Schreiben hat mich lebhaft interessiert. Sie kennen wahrscheinlich meine große Verehrung für Popper-Lynkeus. Es würde mich gar nicht stören, wenn meine Behauptung, Moses sei ein Ägypter gewesen, auf seine Anregung zurückginge. Phänomene von sogenannter Kryptomnesie sind bei mir sehr häufig vorgefallen und haben die Herkunft von scheinbar originellen Ideen geklärt.
Ich nehme an, das Stück bei Popper-Lynkeus, ›Der Sohn des Königs von Ägypten‹, bezieht sich wirklich auf Moses. Ich kann es nicht konstatieren, denn die Phantasien eines Realisten haben irgendwie die Übersiedlung meiner Bibliothek nach London nicht gut vertragen. Ich kann sie nicht finden und muß sie mir erst wieder verschaffen.
Kein Zweifel, daß ich den Aufsatz seinerzeit gelesen habe, vielleicht sogar mehrmals. Ob mir von ihm ein Eindruck geblieben ist, kann ich nicht sagen. Ich war damals, als ich das Buch las, nicht an der Frage interessiert. Mit der Behauptung, Moses sei ein Ägypter gewesen, hat es ja eine besondere Bewandtnis. Man kann nicht sagen, es sei ein »Einfall« von mir. Im Gegenteil, sie ist oftmals ausg