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Deswegen ist das Gefühl, womit wir an der Natur hangen, dem Gefühle so nahe verwandt womit wir das entflohene Alter der Kindheit und kindischen Unschuld beklagen.
Einem gelang es — er hob den Schleier der Göttin zu Sais —
Aber was sah er? er sah — Wunder des Wunders, sich selbst.
Wenn wir die von Freud aufgestellten zwei Prinzipien des psychischen Geschehens* auf das Verhältnis des Menschen zur umgebenden Natur anwenden, müssen wir zu zwei Möglichkeiten der Einstellung gelangen: im Dienste des Realitätsprinzips sucht der Mensch sich vor den Gefahren der Natur zu sichern, sie zu beherrschen und seinen Bedürfnissen nutzbar zu machen. Das ursprünglichere Lustprinzip läßt ihn hier wie überall versuchen, unmittelbar Lust zu gewinnen, ohne den Gedanken an spätere Folgen und Zwecke. Das Organ solcher Lust, die uns die Natur ohne Rücksicht auf Kleidung und Nahrung, ja sogar in ihrer wildesten Entfesselung, mit der sie uns ans Leben zu greifen droht, gewährt, nennen wir Naturgefühl. Allerdings gibt es noch eine dritte Möglichkeit der Stellungnahme: die Naturwissenschaft; diese ist aber für unsere Untersuchung minder geeignet, da sie ein Vermischungsprodukt jener ersten beiden darstellt. Das Begehren nach Bändigung der Naturgewalt vermählt sich mit dem aus ursprünglichen Lustquellen stammenden Forschungstrieb. Unser Objekt bleibt die von keinem Zweckgedanken berührte Naturlust: wir versuchen also psychologische Betrachtung eines ästhetischen Problems. Für die Ästhetik stünde das Naturgefühl des Künstlers und der Ausdruck, den er ihm in seinem Werke schafft, im Mittelpunkte; nicht so für uns, die im Kunstwerk neben dem Problem des Naturgefühls noch ein zweites sehen, das jenes erste verdeckt und undeutlich macht, nämlich die drei Fragen nach der Psychologie des Künstlers: Welche Not schafft ihm das gesteigerte Bedürfnis nach Ausdruck? Welche Weisung läßt ihn die Form seines Ausdrucks finde