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Wir sind gewohnt, mehrfache Determinierungen psychischer Erscheinungen durch das Unbewußte aufzufinden, — sogenannte Überdeterminierungen.
Zu den Erklärungen, die Frau Dr. v. Hug-Hellmuth über ihr Farbenhören in dem interessanten Artikel über dieses Thema «Imago, Nr. 3» beibringt, möchte ich als der Autorin entgangen, die Determinierung durch den Gleichklang nachtragen.
Es muß auffallen, daß der Vokal, der die Farbensynopsie hervorruft, im Namen dieser Farbe den Hochton hat: e erzeugt gelb, o — rot, a — blau, i — grũn «grin», u braun. Für e und o ist dieser Gleichklang evident; dem i kann nur grün entsprechen, da die anderen Farbenbezeichnungen noch weniger nach i klingen. Da die Lautphotismen übrigens aus der frühen Jugend stammen, sei erwähnt, daß Kinder, besonders in unseren Dialektgegenden, eher »grin« als voll »grün« aussprechen. Übrigens sieht ü aus wie zwei i nebeneinander; wozu das sonderbare Übersetzen von »sweet« mit »grün« «S. 252» gut stimmt! — Man wird diese Miterklärung der Lautphotismen auch bei au — blaugrau gerne zugeben, für welchen Zusammenhang Frau Dr. Hug keine Erklärung weiß. Es fallen mir in den Beispielen des Aufsatzes ferner als Beweise für meine Auffassung auf: Der Konsonant 1 »zieht das Farbenbild des Vokals in Wellen aus« «S. 246». Die Töne von Blechinstrumenten erzeugen gelbe Töne. Den Zusammenhang zwischen Goethe'schcn Gedichten und goldgelb ähnlich zu deuten, erscheint mir aber schon zu gesucht. Kaum auch mag es als in meinem Sinne deutbar sein, daß ratternde und kratzende Geräusche «Gewehrfeuer, Schreibfeder-Kratzen, Räder knarren» gerade graubraune oder graugrüne Photismen erzeugen; aber daß der Name Gisela — violett erscheinen läßt, was der Autorin unerklärlich, scheint wohl durch den ähnlichen Rhythmus der Wörter und ihr i als Hochton bedingt.
Die Bedeutung des Gleichklangs für Assoziationen im Unbewußten «Vorbewußten» ist uns aus den Traum- und Witz-Beobachtungen geläufig. Freilich ließe sich einwenden: wenn das e eine gelbe Farben-E