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Herr Dr. Ferenczi, den ich persönlich wie auch als Forscher hoch verehre, und dessen Arbeiten ich immer die sorgfältigste Aufmerksamkeit zu widmen gewohnt bin, hat beim Lesen meines Aufsatzes einen Eindruck bekommen, welcher der Absicht des Verfassers nicht entsprach. Ungern möchte ich zugeben, daß ich die eigentliche Aufgabe der Psychoanalyse verkannt oder daß meine Vorschläge den Grundsätzen widersprochen hätten, welche den Absichten der Führer unserer Bewegung entsprechen. Es kann wohl nicht behauptet werden, daß ich »aie Waffen der Metaphysik« gegen die Psychoanalyse angewendet oder ihr zugemutet hätte, »daß sie sich a priori einem bestimmten oder überhaupt irgend einem philosophischen System unterordne«, wenigstens nicht in irgend einem anderen Sinne als dem von Herrn Ferenczi selbst gelobten, indem er sagt: »… so darf man sicher hoffen, daß ihr 〈der Psychoanalyse〉 auch aus dem Studium der Philosophie und ihrer Geschichte neue Gesichtspunkte, neue Erkenntnisse erwachsen werden.« Zu diesem Ausspruche möchte ich lediglich den Wunsch hinzufügen, daß man die genannten Gesichtspunkte und Erkenntnisse ehrlich vom Standpunkte der Philosophie selbst studieren möge, und daß man die Metaphysik als eine echt wissenschaftliche Methode anerkenne. Gerade in diesem Punkte aber würden sich wahrscheinlich die Ansichten des Herrn Ferenczi von den meinigen am meisten untenscheiden.
Ich stimme Ferenczi bei, daß das Sammeln von Tatsachen, und zwar besonderer Art, die eigentliche Aufgabe der Psychoanalyse war und bleibt. Es lag nicht in meiner Absicht, dieser Aufgabe irgend welche Schranken zu setzen, indem ich die Notwendigkeit, auf allgemeine Anschauungen Rücksicht zu nehmen, betont habe. Im Gegenteil hegte ich nur den Glauben, daß es heutzutage, ebenso wie in manchen früheren Zeiten, Forscher geben müsse, welche ihre wissenschaftliche Aufgabe um so erfolgreicher durchzuführen imstande waren, als sie nicht nur ihr eigenes »souveränes« Gebiet, sondern auch das ihr enges Gebiet umgeb