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»Die genaue Abgrenzung zwischen den beiden Bereichen des Spontanen und der Reziptivität ist es, die in jeder psychologischen Arbeit aus dem Gebiet der reinen Deskriptive unwiderstehlich in das der Theorien und Zusammenfassungen drängt.« Dieses deskriptiv psychologische Problem
bekommt oft eine ethische und erkenntnistheoretische Fassung; die Diskussion zwischen den »Unmittelbaren« und den »Logikern« wird eine lebhafte, erhält eine affektive Betonung und weitet sich »zum unüberbrückbaren Gegensatz zwischen ‚Leben‘ und ‚Begriff‘«.
Primär haben wir eine »einheitliche ungegliederte Gesamtanschauung«. In weiterer Folge wird das Phänomen der verschwommenen Vor« Stellung aufgezeigt, die in dem System eine fundamentale Bedeutung gewinnt. Die »verschwommene Vorstellung«, deren näheren Beschreibung ein großer Teil des Buches gewidmet ist, resultiert in dieser Untersuchung als eine Vorstellung, die mehrere Einzel Vorstellungen umfaßt, mit denen sie durch Aufmerksamsteigerung identisch werden kann, dabei doch eine einheitliche anschauliche Vorstellung bleibt und somit die erste Form des menschlichen Begriffes darstellt. »Wir sehen somit in den Begriffen keineswegs, wie es sonst geschieht, einen Gegensatz zur Anschaulichkeit', sondern eine Fortbildung, Modifizierung des Anschaulichen.«
Nebenbei wird in Fortführung der Gedankengänge die Enttehsung der Symbole gestreift.
Im wissenschaftlichen Denken ist zwar die größtmögliche Atomisierung und Erstarrung der Anschauung erreicht, aber »es ist doch wieder nur Anschauung, die in dieser veränderten Form den wissenschaftlichen Begriff durchdringt und sich bis in seine feinsten Adern verzweigt. Nicht als ein neu von uns Geschaffenes, als eine leere Form, oder vielleicht als etwas Eingeborenes, bringen wir ihn an die Erfahrung heran, sondern im Gegenteil, in natürlicher Entwicklung erwächst auch er uns aus der Anschauung. Denn sein ganzes Material entnimmt er der Anschauung, die ihm so ewig fließende Lebensquelle ist.« — Zum Nachweise, daß