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Der hier behandelte Stoff ist sehr interessant, auch für die psychologische, und ich meine besonders für die psychanalytische Forschung. Ich würde es aber bedauern, wenn ich, um diese Kenntnis zu erlangen, auf das vorliegende Werk angewiesen gewesen wäre. Zwar findet man darin das Material recht ausgiebig auf seinen Gehalt an Sexualideen durchgearbeitet, und ein oberflächlicher Beurteiler könnte nun meinen, es läge hier der Ansatz einer psychanalytischen Betrachtung des Themas. Es stünde schlimm um die Psychanalyse, wenn sie so einseitig wäre, wie mancher Kritiker sie sieht: als ob sie nichts anderes kennte, als Sexualität und wieder Sexualität, und es stünde auch schlimm um sie, wenn sie so leichtsinnig zu Werke ginge wie der Autor dieses Buches über die Rosenkreuzer, welches ich ebendeshalb als Quelle für irgendwelche ernste Arbeit ganz und gar nicht empfehlen kann. Anders steht die Sache, wenn man bloß eine interessante und anregende Lektüre sucht, mit stark okkultistischem Beigeschmack: dann mag das Werk am Platze sein; dabei macht übrigens die vorzügliche Ausstattung das Lesen wirklich zum Vergnügen.
Das Buch wäre ungleich wertvoller ausgefallen, wenn der Autor, dem es durchaus nicht an Fleiß gemangelt hat, mit mehr kritischem Vermögen zu Werke gegangen wäre oder wenn wenigstens der Übersetzer von jener Gabe, die dem Autor gänzlich mangelte, auch nur ein bißchen Gebrauch gemacht hätte. Ein Buch wie die »Rosicrucians« von Hargrave Jennings hätte mit kritischen Bemerkungen oder zum allermindesten mit einer die nötigen Vorbehalte bringenden Einleitung versehen werden müssen, statt dessen erweist sich der Herausgeber in seiner das Original bloß anpreisenden Einleitung als ebenso befangen wie der Autor. Nur daß ihm, dem neuere Forschungen zugänglich sind als dem letzteren, der Mangel an kritischer Umsicht noch mehr zur Last gelegt werden muß als Hargrave Jennings.
Irreführend an dem Buch ist vor allem der Titel. Im Englischen mag es noch hingehen, wenn man von Alchimi