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Von der kindlichen Auffassung des Todes, wie sie Professor Freud in der »Traumdeutung« dargestellt hat, kann sich jeder überzeugen, der unbefangen das Treiben in der Kinderstube beobachtet.
Einen, wie mir scheint, bedeutsamen Beweis, für die von der Psychoanalyse erfaßte Eigenart der kindlichen Todesvorstellung bildet es, daß das Kind den Todesbegriff einer Steigerung und Abschwächung für fähig hält. So mein kleiner Neffe Max 〈fünf Jahre alt〉. Er pflegt mit seinem Vater »Krieg« zu spielen. Dabei ist er natürlich der, wie er sagt, »Stärkere«. We nn er den Vater mit seinem Spielrevolver erschossen hat, darf dieser sich nicht mehr rühren. Als bei einer solchen Gelegenheit sein Vater durch eine unwillkürliche Bewegung noch ein Lebenszeichen von sich gab, rief der Kleine ihm unwillig zu: »Nein, du mußt noch toterer sein!«
Als Pendant dazu sei erwähnt, daß Max bei dergleichen Spielen auch den Wunsch äußert, der Vater solle ein bißchen tot sein.1 In dem reizvollen