You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Diese drei eng zusammengehörigen Bücher aus dem auf 10 Bände angelegten Gesamtwerk behandeln die Geneonomie, d. i. die Summe aller derjenigen Lebensäußerungen der Gesellschaft, die sich auf die Erhaltung der Art beziehen. Diese Soziologie der Fortpflanzung umfaßt die Entwicklungsgeschichte der Liebe, Ehe, Familie, Verwandtschaft, der Frauenerwerbung der sozialen Stellung der Frau etc.
Der Verfasser, der ein überreiches und interessantes Material übersichtlich zu gruppieren, einzuordnen und in gemeinverständlicher Darstellung zu verarbeiten weiß, geht dabei nach der von ihm in die Soziologie eingeführten »Phaseologischen Methode« vor, d. i. die vergleichende Methode der Naturwissenschaften in ihrer Anwendung auf die Kulturwissenschaft.
»Nach dieser Methode wird das Gesamtgebiet der Kultur zunächst in seine einzelnen Hauptteile zerspalten, als deren wichtigste zu nennen sind: Wirtschaft, Familie, Staat, Sprache, Wissenschaft, Religion, Moral, Recht und Kunst.
Auf jedem dieser Einzelgebiete wird der Verlauf, den die einzelnen Kulturerscheinungen von den ältesten Zeiten bis auf unsere Tage genommen haben, in eine Folge von Stadien oder Stufen oder Phasen zerlegt.
Vergleichen wir nun nach den Regeln der komparativen Methode die einzelnen Phasen miteinander, so entdecken wir die Richtungslinien des Fortschrittes, d. h. Linien, die sich durch den gesamten Phasenverlauf hindurchziehen und uns die Richtung, in der sich die Kultur bewegt, erkennen lassen.